Sonntag, Februar 19, 2017

Brooklyn Bridge Vaults



Einen habe ich noch an diesem Wochenende. Über das Thema bin ich vor ungefähr einer Woche gefallen, als ich für den Beitrag über "The Plaza" recherchiert habe. 

"Was hinter verbotenen Türen auch steckt, wir kennen kein Zurück - es wird von uns entdeckt."

Als Kind der 1970er bin ich mit den fünf Freunden aufgewachsen und habe alles verschlungen, was da so im Angebot war, ob Buch, Hörspielkassette, Langspielplatte oder auch Fernsehserie (aus dessen Titelsong das Zitat oben stammt). 

Und dort wurde sicherlich auch eine gewisse Faszination für alte Gemäuer, verborgene Geheimgänge, unterirdische Wege, Keller und Gewölbe gelegt. Und gelegentlich entdecke ich auch in der Unterwelt von New York auch ein Kleinod, das es verdient, mal hier Erwähnung zu finden. 



Drehen wir die Uhr einfach mal 140 Jahre zurück bis zum Jahr 1876. Was war damals das höchste Bauwerk in New York? Eine Kirche? Ein Hochhaus. Ein Brückenpfeiler? Ob die Lösung stimmt, weiß ich nicht und die Photographie oben von der New Yorker Skyline 1876 ist wegen der Perspektivenverschiebungen auch nicht geeignet, um die Frage klar zu beantworten. Laut der oberschlauen Wikipedia ist es aber so, dass der Westpfeiler der Brooklyn Bridge rechts im Bild mit 84,5 Metern das zweithöchste Bauwerk in Manhattan war und die Trinity Church mit 86 Metern (Tumspitze) das höchste Bauwerk. 

from the collection of the museum of the city of New Yorki


Die Bauarbeiten an den Pfeilern der Brooklyn Bridge begannen um das Jahr 1870, die Fertigstellung zog sich bis in das Jahr 1876 hin, also ca. sieben Jahre. Danach dauerte es nochmal weitere 7 Jahre, bis die Kabel und Seile gespannt und die Fahrbahnen eingehängt waren und die Brücke 1883 eröffnet werden konnte. Soweit - so gut. 



Die Photos aus den ersten Jahren der Bauarbeiten zeigen, dass es sich bei den Pfeilern um imposante Mauerwerke handelte. 



Imposante Mauerwerke verfügen ja meistens auch über Gewölbe und Kellerräume. Die Gewölbe unter den Pfeilern der Brooklyn Bridge während der Bauphase sind allgemein bekannt, denn sie waren während der Entstehung der Brückenpfeiler Orte des Schreckens, was die Photos oben so nicht verraten. 

1. Caissons (Senkkästen)

Die Senkkasten-Technik, mit der die Pfeiler in das Flussbett des East Rivers gesetzt wurden, war damals noch neu und nicht ausgereift. Die Arbeiter schaufelten unter den Brückenpfeilern den Sand aus dem Flussbett und überhöhter Luftdruck hinderte das Wasser des East Rivers daran, die Baustelle zu fluten. Allerdings konnte man die Empfindlichkeit, mit der der menschliche Körper auf abrupte Luftdruckwechsel reagierte, noch nicht treffend einschätzen. Mit der Folge, dass eine Menge Arbeiter beim Verlassen des Arbeitsplatzes unter Überdruck zu schnellen Druckwechseln ausgesetzt waren und dabei dauerhafte gesundheitliche Schäden davon trugen. 



Prominentestes Opfer war Washington Roebling, der das Bauprojekt leitete und der danach auf den Rollstuhl angewiesen war und nur noch über ein eingeschränktes Sprechvermögen verfügte.



Auf der Brooklyn-Seite mussten die Erbauer der Brücke bis 13 Meter unter der Wasseroberfläche graben, um auf tragfähigen Felsboden zu stoßen. Der Pfeiler auf der Manhattan-Seite war ungleich schwerer zu erbauen, die Männer mussten bis 23 Meter Tiefe hinunter, um tragfähigen Grund zu erreichen. 

Die damaligen Arbeitsbedingungen bei Überdruck, schlechter Belüftung und Petroleumlicht kann man sich kaum noch vorstellen. Aber auch der Arbeitsschutz bzw. die Notwendigkeit mussten erst einmal entdeckt werden. 

Photos aus den Senkkästen existieren meines Wissens nicht, wohl aber einige Zeichnungen aus zeitgenössischen Magazinen:



















Ich gebe zu, mir als Nichttechniker fällt es ziemlich schwer, die Funktionsweise des Senkkasten-Verfahrens nachzuvollziehen. Die beste Zeichnung, die ich hierzu gefunden habe, ist diese hier, die verdeutlicht ganz gut, wie unten im Senkkasten geschaufelt wird und oben wieder aufgemauert, wenn sich der Klotz weiter in das lose Flussbett abgesenkt hat. Zu beneiden sind diese Arbeiter nun wirklich nicht.



Senkkästen / Caissons wurden in Südmanhattan übrigens nicht nur beim Bau der Brooklyn Bridge verwendet, sondern kamen auch beim Bau einiger Wolkenkratzer zum Einsatz, die ebenfalls auf losem Untergrund errichtet wurden. 

2. Wine Cellars

Kehren wir jetzt wieder zum Startpunkt in der Vergangenheit zurück, also die Zeit nach Fertigstellung der Pfeiler und das Jahr 1876. 



So ein massives Gemäuer hat - auch wenn es neu ist - ein paar Eigenschaften, die es über seine eigentliche Verwendung hinaus interessant macht. Zum Beispiel ist es dunkel, feucht und kalt von innen. 

Der Bau der Brooklyn Bridge war für die damalige Zeit wahrlich kein Schnäppchen, die Kosten waren enorm und bereits der erste Bauherr, John Roebling, hatte die Idee, in die Pfeiler auch gewerblich nutzbare Gewölbe zu integrieren. Nach seinem tragischen Tod zu Beginn der Bauarbeiten 1869 wurde diese Idee von seinem Sohn, dem oben erwähnten Washington Roebling, beim Bau der Pfeiler tatsächlich auch umgesetzt. 

Und so kam es, dass 1876 sowohl im Pfeiler auf der Brooklyn-Seite als auch auf der Manhattan-Seite ein Weinkeller in Betrieb genommen wurde. Denn wie der Mensch so ist, Alkohol genießt eine hohe Priorität, damals wie heute. Und in beiden (damals noch nicht vereinigten Städten) gab es in Brückennähe Alkoholhändler, die händeringend geeignete Aufbewahrungsorte für ihre Schätzchen suchten und die Gewölbe in den Pfeilern der Brooklyn Bridge dankend annahmen. 

Wo genau sich die Gewölbe in den Pfeilern befinden, kann ich leider nicht sagen. Aber Photos aus dem Inneren existieren. 






Und auch wenn es da drin vermutlich arschkalt und sau-ungemütlich ist, hindert das offenbar manche Zeitgenossen nicht daran, sich die Kleider vom Leib zu reißen. Ja, ja, die New Yorker mit ihrem ewigen Kampf um Aufmerksamkeit ....



So richtig kann ich mir das mit den Gewölben in den Pfeilern immer noch nicht vorstellen. Und passend zu meinen Zweifeln bin ich gerade auf eine Seite gestoßen, die das Rätsel auf eine Weise auflöst, die ziemlich schlüssig erscheint. 

Demnach befinden sich die Gewölbe, die als Weinkeller genutzt wurden, nicht in den Pfeilern, sondern in anderen, zum Bauwerk "Brooklyn Bridge" zugehörigen Bauwerksteilen. 



Wenn ich da jetzt mal hinter dem Pfeiler auf die Manhattanseite zoome, dann sehe ich vor der Endstation der Kabelbahn noch einige gemauerte Bauwerke, auf die die Fahrbahn der Brücke aufliegt. 


Und da kann man sicher prima ein paar Weinkeller drin unterbringen. 

Für diese These sprechen auch die Photos aus dem flickr-Photostream von Pauletto alias Paul Fitzpatrick. Der hat nämlich die Gelegenheit gehabt, an einer Führung unter die Brooklyn Bridge teilzunehmen. Und der hat von dort tolle Photos mitgebracht, die voll und ganz zu dem eingangs erwähnten Zitat der Fünf Freunde passen "Was hinter verbotenen Türen auch steckt...".

Bei Pauletto heißt das dann "Under the Brooklyn Bridge - A chance to see some spaces behind closed doors." Und mit einer Auswahl von Pauls Erkundungstour möchte ich den Beitrag ausklingen lassen. Ein Photo daraus haben wir oben bereits gesehen. Das volle Set findest Du hier: 















Wie ging die Geschichte weiter mit den Gewölben unter der Brooklyn Bridge. Alkohol war nach dem ersten Weltkrieg ja bekanntermaßen nicht mehr pöök in den Vereinigten Staaten und wurde kurzerhand verboten, die Prohibition dauerte eine gute Dekade an. Und auch wenn die Gewölbe 1920 erstmal geräumt wurden, scheinen sie in den Folgejahren auch als Speakeasy, also als geheime Kneipe mit Alkoholausschank genutzt worden zu sein. 

In den 1930ern gab es dann wieder Weinhändler, die die Gewölbe offiziell nutzten, wie zum Beispiel dieser hier mit einer Werbeanzeige aus dem Jahr 1936. 



In späteren Jahren und Jahrzehnten wurden dann auch andere Güter eingelagert. So berichtete die New York Times, dass Arbeiter der Stadt New York 2006 in den Mauerwerken unter der Brooklyn Bridge einer Art Zeitkapsel aus den Jahren des kalten Kriegs entdeckten, die nahezu 50 Jahre unberührt geblieben war. 

Während des kalten Krieges, nach Sputnick-Schock und Kuba-Krise waren dort Medikamente eingelagert worden, medizinische Geräte, Laken aus Papier, Wasserfässer und tausende kalorienreiche Kekse in wasserdichten Metallkanistern. Und damit wären wir dann wieder beim Photo angekommen, das diesen Beitrag eingeleitet hat: 




Links:

William Starr Miller Residence

Fifth Avenue and 86th Street, William Starr Miller Residence, ca 1915, from the collection of the museum of the city of New York


Dieser Beitrag folgt dem Vorschlag eines anonymen Bloglesers und richtet sich vor allem an kunstinteressierte Leser, die bei einem Besuch der Hudson-Metropole vielleicht auch mal das eine oder andere Museum abklappern möchten anstelle der üblichen Touristenziele. Aber auch an jene, die wissen möchten, wie sich die Gegend an der Upper East Side im Laufe der Jahre verändert hat. 

Zugleich ist es aber auch die Gelegenheit, ein historisches Gebäude in New York City zu besuchen, das noch nicht der Abrisswut der New Yorker Baulöwen zum Opfer gefallen ist und bereits auf eine mehr als einhundertjährige Geschichte zurückblicken kann. 

Zuerst mal der Hinweis im Kommentarbereich unter einem kürzlich veröffentlichten Beitrag: 

Hallo, ich hätte einen Tip für einen neuen Artikel. Und zwar gibt es an der Fifth Avenue ein Gebäude, das sem Duke(s) House, einem der teuersten Gebäude New Yorks, sehr ähnelt (auch an der Fifth Avenue). Es liegt auf einem Eckgrundstück an der 86. Straße und ist genauso wie das vorher genannte Gebäude ausgerichtet. Was es neben seinem Aussehen interessant macht, ist, dass es unglaubliche Kunstschätze beherbergt und es trägt den offiziellen (auch in New York) Namen "Neue Galerie". Vielleicht ist es ja einen kleinen Artikel wert. 


Ich würde sagen, ja! Passt auch gut zu dem Beitrag in der vergangenen Woche, der ja auch schon an die Fifth Avenue geführt hat. Schauen wir mal kurz in die Gegenwart. Die Neue Galerie, gelegen an der Ostseite des Central Parks, ist bei Google Maps gut ausgeschildert, wie man hier sieht:

google maps


Mit dem Google Street View nähere ich mich mal von Norden her über die Fifth Avenue, rechts die Upper Eastside und links der Central Park. 




Wie man hier sieht, scheint das Museum nicht ganz unbeliebt zu sein, es lohnt sich wahrscheinlich, rechtzeitig aufzustehen, um einen guten Platz in der Schlange zu erhalten, wenn man sich die Schätze im Innern mal zu Gemüte führen möchte. 



Dort gibt es auf zwei Etagen Kunst und Kunsthandwerk aus Deutschland und Österreich zu bewundern, der Name "Neue Galerie" ist also nicht nur schön schick exotisch für New York gewählt, sondern tatsächlich Programm, was den präsentierten Inhalt angeht. 







Auf der deutschen Wikipediaseite war beinahe noch mehr über die Geschichte des Gebäudes zu erfahren als auf der englischsprachigen Seite 

Das Gebäude, das man heute an der Südostecke der Mündung 86th Street / Fifth Avenue stehen sieht, wurde offenbar 1914 von dem Architekturbüro  Carrere und Hastings gebaut, die auch für einige bekanntere Klassiker in Manhattan wie die New York Public Library oder das Standard Oil Building verantwortlich zeichneten. 

1879 war die Ecke nur sehr spärlich bebaut, was die braune Einfärbung zu bedeutet hat, kann ich nur mutmaßen, deshalb lasse ich es lieber. Städtische Bebauung ist auf den Straßenblöcken hier noch kaum vorhanden, sieht alles eher ländlich aus. Weiter östlich sieht man eine kleine Eisengießerei und eine katholische Kirche mit angegliedertem Schulgebäude eingezeichnet. Auf dem Eckgrundstück 86th Street / Fifth Avenue schien aber noch nichts gestanden zu haben (oben rechts). 



Gut eine Dekade später ist der Straßenblock und die Umgebung schon deutlich stärker bebaut und auch das Eckgrundstück 86th Street / Fifth Avenue wurde in der Zwischenzeit mit einem Gebäude versehen. (Bromley 1891, Karte ist hier um 90 Grad gedreht, Norden befindet sich rechts).



Auf dem gleichen Straßenblock, aber der Seite zur Madison Avenue hat sich das Depot einer Straßen(?)Bahngesellschaft niedergelassen. Das sieht man auch auf dieser Karte von 1902, die nun wieder den Norden oben hat. 



Ein ähnliches Bild 1911, jetzt ist die Karte wieder nach rechts gekippt, der Norden ist rechts.



1914 soll die Residenz von William Starr Miller gebaut worden sein, also müsste auf der Karte von 1916 eine Änderung zu erkennen sein (Norden ist dort wieder oben).



Und tatsächlich: für mich sieht das so aus, als ob bei dem Neubau das Gebäude an der Ecke auf das südlich gelegene Grundstück ausgedehnt und somit breiter wurde. 

Namensgeber für das Gebäude war William Starr Miller II, im Oktober 1856 in New York City geboren und 1935 in besagter Residenz verstorben. Der Herr war ein vermögender New Yorker Industrieller und Immobilienhändler. 




Es ist mir leider bisher nicht gelungen, eine Photographie von dem schmaleren Vorgängergebäude aufzutreiben. Das hier ist möglicherweise die älteste verfügbare Gebäude der William Starr Miller Residence, datiert auf den 06. Oktober 1913. 

William Starr Miller Residence, October 6 1913, from the collection of the museum of the city of New York


Und eine weitere Aufnahme, auf 1920 datiert, also etwa sechs Jahre nach Fertigstellung.

William Starr Miller Residence, ca 1920, from the collection of the museum of the city of New York



Eine weitere Aufnahme, vor 1922 datiert, stammt aus der Sammlung der NYPL Digital Collections. leider nicht besonders hoch aufgelöst. 




Die Nachbarn, die direkt östlich an der Südseite der 86th Street angrenzen, wurden kurz vor ihrem Ende noch einmal auf dieser Aufnahme 1925 verewigt. Ich liebe diese Photographie wegen der schönen historischen Automobile, die hier vor den Häusern stehen. 





Dass diese Häuser schon kurz danach abgerissen wurden, um Platz für ein großes Apartmenthaus zu schaffen, kann ich per Photobeweis bestätigen. 

Diese auf ca. 1929 datierte Aufnahme zeigt "The Adams", das 22stöckige Apartmenthaus, das den Platz der gemütlichen vierstöckigen Wohnhäuser eingenommen hat. Die Miller Residence ist rechts unten vom Osten her zu sehen. 






Das "Adams" ist genauso wie die Miller Residence bis in die Gegenwart erhalten geblieben. 

Springen wir nochmal knapp 10 Jahre zurück in das Jahr 1920 und werfen von der Madison Avenue, also von Osten aus gesehen einen Blick in die 86th Street. Im September 1920 fanden dort Straßenbauarbeiten statt, die mit einem VORHER- und einem NACHHER-Photo dokumentiert wurden. Als glücklichen Nebeneffekt gibt es weitere historische Aufnahmen von den Wohnhäusern und der Millers Residence.









Ein solche VORHER / NACHHER - Gegenüberstellung gibt es auch noch von weiter weg aufgenommen, also von jenseits der Madison Avenue. Und das ist insofern nicht uninteressant, weil sich hier endlich aufklärt, was es mit dem Railway Depot auf sich hat, das in den Karten oben unter wechselnden Namen, aber beständig eingezeichnet wurde. Über die 86th Street verliefen nämlich zumindest bis zur Madison Avenue Straßenbahngleise und dort auf demselben Straßenblock an der Ostseite befand sich tatsächlich ein Abstellplatz für Straßenbahnwaggons. 





Die Mauern des Straßenbahn-Depots wurden großzügig als Werbeflächen vermietet, wie man hier auf diesen Aufnahmen sehen kann, die an der 85th Street / Madison Avenue entstanden sind:





Ich denke, dass die Position des Depots nicht ganz zufällig ist. Die Straßenbahn, die auf der linken Seite ins Bild fährt, kommt von Westen her und so, wie ich das sehe, führten die Straßenbahngleise auch entlang der "85th Street-Traverse" quer durch den Central Park und stellten eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Upper East Side und der Upper West Side dar. 

Die folgenden Fotos sind einen Block weiter westlich an der Kreuzung 85th Street / Fifth Avenue / 85th Street-Traverse aufgenommen worden und zeigen Straßenbahngleise, die hinter dem Photographen weiter in den Central Park hinein führen. 







Kommen wir nochmal auf das Depot zurück: 



So ein großes Grundstück in der Upper East Side verlockt natürlich, dort auf was mächtig Großes hinzubauen und das folgte nur wenige Jahre nach der Aufnahme oben, die aus dem Jahr 1920 stammte. 

1923 wurde nämlich auf dem Grundstück an der Madison Avenue zwischen 85th und 86th Street ein modernes Luxushotel hochgezogen, das Croyden Hotel

The Croyden, 12 East 86th Street, ca 1936, from the collection of the museum of the city of New York


The Croyden 12 East 86th Street, ca 1923, from the collection of the museum of the city of New York

Die letzte Abbildung mag vielleicht etwas irritieren, aber man muss hier wissen, dass das Apartmenthaus "The Adams" hier noch nicht gebaut ist und das "dunkle Haus"am rechten Bildrand nicht die Miller Residence ist, sondern jene Wohnhäuser, die in den 20ern noch dort standen, wo gegen Ende der 20er "The Adams" gebaut wurde. Zum Vergleich eine 3-D-Aufnahme des Blocks mit Google Earth erstellt: 




So, das meiste rund um die Miller Residence müsste ich jetzt ausgeleuchtet haben. Ein Lost Building habe ich aber noch: 

Direkt südlich von der Miller Residence befand sich an der Fifth Avenue dieses schmucke schmale Wohnhaus, das hier am 22. Dezember 1944 aufgenommen wurde, Hausnummer 1046 5th Ave



An seiner Stelle steht heute dieser nichtssagende Neubau, der - ich weiß nicht wann, ist mir auch egal wann - entstanden ist und der vielleicht mehr Wohnungen oder Arbeitsplätze als sein Vorgänger beherbergen kann, aber nicht annähernd über die gleiche Ausstrahlung und Atmospäre wie dieser verfügt. 

Und damit lasse ich den Beitrag ausklingen.



google maps


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